Marvel Phase 4: Die MCU-Filme und -Serien von 2021 bis 2022

Die 4. Phase des Marvel Cinematic Universe stellte in mehrfacher Hinsicht einen Einschnitt im riesigen Filmuniversum von Marvel dar. Nicht nur gab es erstmals keinen Avengers-Film, das Kapitel bestand auch sowohl aus Filmen als auch aus Serien, die exklusiv für den Streaming-Dienst Disney+ produziert wurden. Damit gab es innerhalb von zwei Jahren so viel MCU-Inhalte zu sehen, wie noch nie zuvor.

Marvel Phase 4

Marvels vierte Phase im Überblick

Los ging es mit der vierten Phase des Marvel Cinematic Universe im Januar 2021. Der eigentliche Start war zwar schon deutlich früher geplant. Die weltweite Pandemie wirkte sich allerdings auch auf die Produktionen von Marvel aus und so war es, nicht wie eigentlich geplant Black Widow, sondern die Serie WandaVision, welche den Auftakt in das neue Kapitel bildete. Anschließend veröffentlichte Marvel insgesamt weitere sieben Marvel Serien und sieben Kinofilme, bis das vierte Kapitel der großen Marvel-Saga im Oktober 2022 mit Black Panther: Wakanda Forever seinen Abschluss fand.

Hier alle Filme und Serien von Marvels Phase 4:

  1. 14. Januar 2021: WandaVision
  2. 19. März 2021: The Falcon and the Winter Soldier
  3. 9. Juni 2021: Loki
  4. 29. Juni 2021: Black Widow
  5. 16. August 2021: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
  6. 18. Oktober 2021: Eternals
  7. 24. November: Hawkeye
  8. 13. Dezember 2021: Spider-Man: No Way Home
  9. 30. März 2022: Moon Knight
  10. 2. Mai 2022: Doctor Strange in the Multiverse of Madness
  11. 8. Juni 2022: Ms. Marvel
  12. 23. Juni 2022: Thor: Love and Thunder
  13. 18. August 2022: She-Hulk: Die Anwältin
  14. Oktober 2022: Black Panther: Wakanda Forever

Die Marvel-Filme in Phase 4

Mit sieben Filmen fiel die Phase 4 deutlich kürzer aus als Phase 3, die von 2016 bis 2019 sogar auf elf Kinoveröffentlichungen kam. Außerdem entschied sich Marvel in seinem neusten Kapitel gegen ein weiteres Abenteuer der Avengers. Diese sollte erst einmal mit neuen Filmen aufgebaut werden, sodass erstmals in einer MCU-Phase kein Avengers-Film in die Kinos kam. Wie gewohnt gab es abgesehen davon aber wieder einen Mix aus bekannten Figuren und spannenden Neuzugängen.

Black Widow

Das erste Soloabenteuer von Black Widow erschien zu einem eher komischen Zeitpunkt im MCU, schließlich war die Figur bereits in Avengers: Endgame verstorben. Die Macher lösten dieses Problem dadurch, dass sie in der Zeit zurücksprangen und eine Geschichte erzählten, die zwischen The First Avengers: Civil War und Avengers: Infinity War spielte. Der wichtigste Aspekt des Films war aber sicherlich das Debüt von Florence Pugh als Yelena Belova. Diese übernimmt als Nachfolgerin von Natasha Romanoff den Mantel der Black Widow und wird in Zukunft im MCU noch eine wichtige Rolle spielen.

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

Als erster Marvel-Neuzugang wurde in Marvels Phase 4 Shang-Chi begrüßt. Dessen erstes Kinoabenteuer war ein weiterer Beweis dafür, dass Marvel fortan auf mehr Vielfalt in Hinblick auf die Herkunft seiner Helden setzen möchte. Shang-Chi brachte zudem auch eine neue mystische Facette in das MCU und punktete zudem wieder mit dem gewohnten Mix aus unterhaltsamer Action und komödiantischen Momenten. Dabei waren die Verantwortlichen von Marvel von der Arbeit von Regisseur Destin Daniel Cretton anscheinend so begeistert, dass sie ihm anschließend direkt mit der Regie des nächsten Avengers-Films beauftragten, der im Zuge von Phase 6 erscheinen soll.

Eternals

Auch der dritte Film von Phase 4 brachte neue Gesichter in das MCU und davon gleich eine ganze Reihe. So wurden in Eternals gleich mehrere neue und vor allem sehr mächtige Helden eingeführt. Zudem erweitern auch diese Helden wieder die Hintergrundgeschichte des MCU, da der Film unter anderem auch viele historische Aspekte und einen universumumspannenden Handlungsbogen bot.

Spider-Man: No Way Home

Im Gegensatz zu Shang-Chi und Eternals setzen die Macher in Spider-Mans dritten Solofilm im MCU stark auf Nostalgie. So bekam es Peter Parker nicht nur mit jeder Menge bekannter Gegenspieler aus früheren Spider-Man Filmen zu tun, es schauten auch die beiden vorherigen Film-Spider-Man-Darsteller vorbei und nahmen ihren Rollen wieder auf. Die Rechnung ging voll auf und das Ergebnis erwies als riesiger Erfolg an den Kinokassen. Nicht umsonst ist Spider-Man: No Way Home einer der Lieblingsfilme vieler Marvel-Fans.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Für Doctor Strange wartete in seinem zweiten Solofilm ebenfalls wieder eine riesige Aufgabe. So musste sich der Zauberer mit dem einstigen Avengers-Mitglied Wanda Maximoff herumschlagen. Wanda hatte jegliche Rücksicht abgelegt und war nun bereit, über Leichen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Bei seinem Kampf gegen Wanda stieß Stephen Strange zudem auf verschiedene Multiversen und lernte alternative Realitäten kennen. Gerade dieses Konzept wird in der Zukunft des MCU noch eine wichtige Rolle spielen.

Thor: Love and Thunder

Im Gegensatz zu Captain America und Iron Man war die Geschichte von Thor nach dem Ende von Avngers: Endgame noch nicht auserzählt. Der nordische Donnergott nahm es in seinem vierten Solofilm mit dem Götterschlächter Gorr auf, dessen Ziel es war, alle Götter des Universums zu töten. Dabei traf Thor auch wieder auf seine alte Flamme Jane Foster, die nun aus mysteriösen Gründen ebenfalls die Kräfte des Donnergottes zu besitzen schien. Gemeinsam mit Jane nahm Thor den Kampf gegen Gorr auf, der jedoch in einem tragischen Ende für die neue Donnergöttin mündete.

Black Panther: Wakanda Forever

Den filmischen Abschluss von Marvels Phase 4 bildete Black Panther: Wakanda Forever. Der Fortsetzung hatte dabei die schwierige Aufgabe, dass sie den tragischen Tod von Black-Panther-Darsteller Chadwick Boseman verarbeiten musste. So schlüpfte im zweiten Teil Letitia Wright als Shuri eine neue Figur in die Rolle des titelgebenden Marvel-Helden. Darüber hinaus feierten in Wakanda Forever auch Namor und sein Unterwasserkönigreich ihr Debüt. Beide dürften in der Zukunft des MCU noch eine wichtige Rolle spielen.

Die Marvel-Serien in Phase 4

Bei Marvel liefen die Serien lange Zeit eher separat zum erfolgreichen Filmuniversum. Mit der Phase 4 endete dieser Umstand jedoch. Fortan sind auch die Serienprojekte fester Bestandteil des MCU und werden auch mit einem entsprechenden Aufwand produziert. Zum Auftakt dieses neuen Konzepts gab es dabei gleich einen ganzen Schwung an Serien.

WandaVision

Nachdem Vision und Wanda bereits in einigen Marvel-Filmen zu sehen waren, bekamen sie in Phase 4 ihre erste gemeinsame Serie. Das Format machte dabei schnell deutlich, dass Marvel bei seinen Serienproduktionen mitunter auch ein paar andere Wege einschlagen wird. Im Falle von WandaVision entschied man sich dazu, die Geschichte in einer Art Sitcom-Format zu erzählen, wobei sich jede Episode an einer anderen Ära der Comedyserien orientierte.

Falcon and the Winter Soldier

Auch Falcon und der Winter Soldier waren in den ersten drei Phasen des MCU eher Nebenfiguren, die vor allem an der Seite von Captain America in Erscheinung traten. Die gemeinsame Serie stellte das Duo nun selbst in den Mittelpunkt und beschäftigte sich vor allem mit der Frage, wer die Nachfolge von Steve Rogers als Captain America antreten durfte. Am Ende übernahm Falcon Sam Wilson das legendäre Schild und wird in dieser Form in Phase 5 auch auf die Kinoleinwand zurückkehren.

Loki

Die Tatsache, dass Loki eigentlich in Avengers: Infinity War gestorben war, hielt ihn nicht davon ab, anschließend die Hauptrolle in seiner eigenen Serie zu übernehmen. Diese stellte das Thema Zeitreisen in den Mittelpunkt. Darüber hinaus bekam es Loki am Ende der 1. Staffel mit einem gewissen Kang zu tun, der in Zukunft ebenfalls noch eine wichtige Rolle, gerade im Hinblick auf den nächsten Avengers-Film, spielen wird.

Hawkeye

Hawkeye und Black Widow waren die einzigen Gründungsmitglieder der Avengers, die selbst noch keine eigenen Solofilme anführen durften. Während Black Widow diesen Umstand in Phase 4 änderte, bekam Hawkeye zumindest eine eigene Serie. In dieser muss sich Clint Barton mit seiner Vergangenheit als Ronin auseinandersetzen und trifft zudem auf die junge Kate Bishop, in der er anscheinend auch gleich eine Nachfolgerin finden konnte.

Moon Knight

Nachdem die ersten MCU-Serien vor allem bekannte Figuren in den Mittelpunkt stellten, feierte in Moon Knight ein neuer Held sein Debüt. Marc Spector ist dabei aus verschiedenen Gründen ein besonders interessanter Charakter. So ist er nicht nur der Avatar des ägyptischen Gottes Khonshu, er leidet auch an einer dissoziativen Identitätsstörung, was für einige interessante Erzählaspekte in der Serie sorgte.

Ms. Marvel

Nicht nur Fan von Marvel-Helden sein, sondern auch selbst Superkräfte zu bekommen: Davon träumt die junge Kamala Khan und tatsächlich geht ihr Wunsch eines Tages in Erfüllung. Auch Ms. Marvel bringt das Debüt einer neuen Heldin, die in Zukunft noch für Aufsehen sorgen dürfte. So ist die Rückkehr von Kamala bereits für die Fortsetzung von Captain Marvel bestätigt.

She-Hulk: Die Anwältin

In She-Hulk: Die Anwältin feierte auch Jennifer Walters ihr MCU-Debüt in Marvels Phase 4. Die Cousine von Bruce Banner wird in der Serie von Tatiana Maslany gespielt und erhielt ihre Superkräfte nach einem Unfall. Wer allerdings glaubte, dass die Serie anschließend in einer Zerstörrungsorgie münden würde, für die hatte Marvel einige Überraschungen parat. Die Serie ähnelte eher einer Anwaltscomedy und setzte mehr auf Humor als auf Action.

Die Multiverse-Saga

Ähnlich wie die ersten drei Phasen des MCU, die unter dem Namen Infinity Saga liefen, trägt auch Phase 4 einen zusätzlichen Namen. Konkret werden die Phasen 4 bis 6 unter dem Titel Multiverse Saga zusammengefasst. Im Mittelpunkt stehen also das Multiversum und verschiedene parallele Welten, wobei die Geschichte in Phase 6 wieder in zwei Avengers-Filmen münden wird.